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Ev. Jugendhilfe auf dem Weg nach Paris

1. Etappe: Wermelskirchen – Nideggen

Tour-Tagebuch von Philipp Schultheis

Heute ging’s mit großem Tamtam und Feuerwerk auf die Tour nach Paris. Nach kurzen Vorbereitungen und anfänglichem Regen machten wir uns in Richtung Köln auf. Am Altenberger Dom wurden wir dann zum ersten, aber auf keinen Fall zum letzten Mal nass an diesem Tag. Eine stressige Fahrt durch den Rheinpark, entlang des Rheins durch die Kölner Innenstadt und ein Irrweg um die Gewerbegebiete am Otto-Maigler-See brachte uns zur verspäteten Mittagspause. Dort warteten schon liebe Kinder und Betreuer der EJBL, um uns Frikadellen und Nudelsalat zur Stärkung aufzutischen.

Weiter ging’s gekräftigt mit einem kräftigen Schauer in Richtung Eifel. Gegen 18.00 Uhr erreichten wir nach ca. 90 Kilometern pünktlich zum Abendessen die Jugendherberge in Nideggen.

 

2. Etappe: Nideggen – Lüttich (92 km)

Tour-Tagebuch von Marcel Dresen

Heute Morgen war ein Albtraum, ich war so müde wie nie. Die erste Etappe durch Köln war sehr anstrengend. Aber ich habe meinen Körper aus denn Bett geschubst. Dann haben wir gefrühstückt und unsere Sachen gepackt.

Als ich auf dem Sattel saß, fühlte ich mich aber wie ein Rennwagen und bin sehr gut ins Radfahren reingekommen. Mit Philipp und Sebastian habe ich mir auf ruhigeren Straßen Rennen geliefert, das hat Spaß gemacht. Unsere Bullifahrer haben uns dann immer mit dem Megaphon angefeuert und unsere Rennen kommentiert, das war cool. Wir haben mehrere Pausen gemacht und jedes Mal hat es angefangen zu regnen. Bei der Mittagspause mussten wir sogar mit Decken über dem Kopf essen, weil es in Strömen geregnet hatte. Hoffentlich wird es morgen besser.

In Belgien gibt es viele Kreisverkehre, wir sind immer solange im Kreis gefahren bis der Letzte der Gruppe bei uns war, das war lustig. Schließlich sind wir gut in Lüttich angekommen. Abends sind wir schön bei einem Marokkaner essen gegangen, das war wirklich viel und lecker. Das was war mein Tag.

 

3. Etappe: Lüttich – Champlon (Ardennen) (93 km)

Tour-Tagebuch von Sebastian Wolf

Heute fing der Tag recht gut an. Die Sonne schien, aber der Gegenwind war kräfteraubend und recht kalt. Außerdem ist es recht anstrengend, weil die Entfernung des Routenplaners nicht mit den gefahrenen Kilometern übereinstimmte: Am ersten Tag sind wir über 100 Kilometer, am zweiten 98 und heute etwa 93 Kilometer gefahren, obwohl pro Tag etwa 85 Kilometer angegeben waren. Das mussten auch unsere Betreuer zugeben.

Aber der Tag wurde mit einer großen überraschung gerettet: Denn Silke Gaube(Bereichsleiterin) und Heiko Hombrecher (Betreutes Wohnen) haben uns mit einem Grill und Grillfleisch in der Mittagspause überrascht. Das war mein schönster Tag bisher, weil die ganze Zeit die Sonne geschienen hat und Silke Gaube gekommen ist. In Barriere de Champlon haben wir heute Abend erschöpft, aber zufrieden den höchsten Punkt unserer Ardennen-Durchquerung (500m üNN) erreicht.

 

4. Etappe: Champlon – Boullion (Ardennen) (72 km)

Tour-Tagebuch von Rebekka Kwasnitza

Wegen meines Sonnenbrands, den ich mir gestern eingefangen habe, habe ich viel zu wenig geschlafen. Da ich ziemlich müde war, fiel mir der Start etwas schwer.

Bis zur Pause lief es dann aber ganz gut. Danach wurde es wieder etwas schwieriger, da es bergiger wurde. Und dann nach einer Weile hat mich Herr Löwe – unser Projektleiter – beim Hochfahren der Berge unterstützt. Mit viel positivem Willen und Kraft haben wir dann den Berg und den Tag gut geschafft.

Als wir dann alle an der Jugendherberge in Bouillon angekommen sind, waren alle von der schönen Aussicht ins Tal begeistert. Zum Abschluss des Tages gehen wir gleich alle zusammen zur nahen Burg und bekommen vielleicht noch ein Eis spendiert …

 

5. Etappe: Bouillon (B) – Rethel (F) (90 km)

Tour-Tagebuch von Markus Schreiber

Tag 5 einer anstrengenden Tour nach Paris. Als wir heute Morgen los gefahren sind dachte ich mir, dass der Tag für mich zur Tortur wird. Erfreut musste ich feststellen, dass das Wetter doch meinen Vorstellungen entspricht – nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte. Die 90 Kilometer fingen steil an und forderten mich immens. Mit der Zeit fing ich an mich an die Etappe zu gewöhnen, so dass ich mein Tempo halten konnte. Die Landschaft zwischen den Städten war atemberaubend, denn wir sind in Frankreich angekommen und der Unterschied war deutlich zu sehen.

Auf die Ankunft habe ich mich besonders gefreut, denn wir übernachten das erste und letzte Mal in einem Hotel und ich kann mit meiner Freundin, die mich auch  auf der Tour begleitet, in einem Zimmer schlafen.

 

6. Etappe: Rethel – Reims (45 km)

Tour-Tagebuch von Debby Rolland

Zu Beginn der Etappe konnten wir uns schon mal auf Regenwetter einstimmen, da es sehr windig, kalt und bewölkt war, doch es kamen nur kleine Schauer. Heute ging es richtig schnell, wir sind die kürzeste und flachste Strecke gefahren (45 Km). Es war viel Landschaft zu sehen und an den Bauernhöfen musste man sich manchmal die Nase zuhalten. Wir sind schon nach 3 Stunden in Reims angekommen. Im Vergleich zu den anderen Etappen die 6 bis 8 Stunden Fahrzeit gekostet hatten, ist diese Etappe eindeutig eine Erholungsfahrt. Trotzdem fühlt man sich nach ca. 500 Kilometern angeschlagen und es fällt einem nicht mehr so leicht auf dem Sattel zu sitzen.

Ich hatte am Anfang Probleme mit meinem Knie, da ich zuvor gestürzt war, und dachte ich müsste im Begleitwagen mitfahren. Doch mit der Zeit hatte ich meine Muskeln eingefahren und meinen Rhythmus gefunden. Ab dann war die Strecke kein Problem mehr für mich. Insgesamt war die Strecke heute sehr erholsam und schön.

In Reims erwartete uns der Geschäftsführer der Ev. Jugendhilfe, Günter Jäckle, mit einer kurzen Führung durch die Kathedrale und einer Einladung zu McD – eine willkommene Abwechlung.

 

7. Etappe: Reims – Paris (130 km, davon 90 km mit dem Rad)

und Resümee von Jörg Löwe,

„Der Weg ist das Ziel“, wird immer gesagt. Aber die Teilnehmer der Rad+Tat-Gruppe waren froh, dass der Weg geschafft und das Ziel nach sieben Tagen erreicht ist.  Die Jungen und Mädchen aus der Ev. Jugendhilfe haben außergewöhnliches geleistet: In sieben Tagen haben sie über 600 km auf dem Fahrrad bis nach Paris zurückgelegt. Sie haben die Erfahrung gemacht wie dicht Begeisterung und Erschöpfung beieinander liegen, ebenso wie sommerliche Hitze und heftige Gewitterschauern oft nur Minuten auseinander lagen. Dabei hat die Gruppe eine typische Entwicklung während der Tour gemacht: Radsport ist, wenn man ein ehrgeiziges Ziel verfolgt, ein Mannschaftssport.  Das wurde auch den Fahrerinnen und Fahrern aus dem Bergischen klar, die jeden Tag mit starkem Gegenwind zu kämpfen hatten.  Hier zählte z.B. beim Windschatten-Fahren, auf die anderen zu achten und die gegenseitige Rücksichtnahme.
So kamen die zehn Radfahrer am Wochenende erschöpft, aber gemeinsam und glücklich in Paris an. Dort standen noch zwei Tage Sightseeing und der Zieleinlauf der „großen“ Tour auf dem Programm. Heute Abend werden die Radler wieder in Wermelskirchen zurück erwartet. Auf eins freuen sich alle nach dem täglichen Wechsel zwischen Jugendherbergen, Hotel und Naturfreundehaus: Das eigene Bett!

 

Info

frazösischer Zeitungsarikel zum Ansehen Pressebericht in »l´union«

 

Gott sei Dank gibt es Autobahnbrücken zum Unterstellen. Vorne der Autor

 

 

 

Zieleinlauf in Lüttich. in der Mitte derAutor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überraschender Besuch aus Wermelskirchen in der Mitte der Autor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 7

Zieleinlauf der EJBL-Tour, vorne rechts der Autor

 

 

Filmbeitrag zum Thema »Rad und Tat«