19. August 2025

Bergisch Born: Evangelische Jugendhilfe möchte neuen Standort schaffen – so kann man helfen

Junges Leben in altem Haus: Die EJBL kann ab Ende August das sogenannte Kempe-Hinzen-Haus kaufen, sieben Kinder würden hier einziehen. Geplant wäre auch tiergestützte Therapie. Doch es fehlt an Geld. Das kann jeder tun.

neuer-ejbl-standort-kempe-hinzen-haus-in-bergisch-bornRemscheid. Es ist ein besonderes Geschenk zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum: Silke Gaube wünscht sich keine Blumen, keinen Wein und keine Gutscheine. Sondern Geld für „ihre“ Kinder. Die Leiterin der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) mit Standorten in Remscheid, Burscheid und Wermelskirchen wünscht sich nichts sehnlicher, als dass vernachlässigte und Kinder mit Narben auf der Seele gut versorgt werden. Dafür steht sie jeden Tag auf.

Nun kann die EJBL das Kempe-Hinzen-Haus in Bergisch Born kaufen und sanieren – doch es fehlt, wie so oft, an Geld. Deshalb hat die Jugendhilfeeinrichtung, die vor einigen Jahren auch schon einmal bei der RGA-Hilfsaktion Helft uns helfen bedacht wurde, eine Crowdfundingaktion ins Leben gerufen. Mit einer Spende kann jeder, der mag, dazu beitragen, dass das Kempe-Hinzen-Haus hinter der Kirche St. Andreas renoviert wird.

Das ist der Plan

In das zurzeit leerstehende bergische Landhaus, das Ende August von der EJBL erworben werden kann, soll nach der Sanierung eine inklusive Wohngruppe einziehen. Das neue Angebot richtet sich an sieben Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren. Drei von ihnen haben unterschiedliche Beeinträchtigungen oder Behinderungen. „Ihr Zusammenleben lässt sie ihre Stärken teilen und fördert ihre Entwicklung“, heißt es von der EJBL.

Das Bergische Landhaus biete vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die inklusive Betreuung. Der große Garten kann zum Beispiel gut für naturnahe Aktivitäten und tiergestützte päda­gogische Angebote genutzt werden. Denn der Kontakt mit Tieren fördere Empathie, Verantwortungs­bewusstsein und soziale Fähigkeiten der jungen Menschen.

RGA, 19.08.2025, Text und Foto: Melissa Wienzek