Auf den Hund gekommen: Tiergestütze Pädagogik in der EJBL

Junge Menschen brauchen Hunde!

Hunde begegnen Menschen wertfrei, ehrlich und ohne Vorurteile. Sozialer Status und äußeres Erscheinungsbild haben keine Bedeutung für Vierbeiner.
Hierdurch wird es jungen Menschen ermöglicht eine belastungsfreie und vertrauensvolle Beziehung zum Tier aufzubauen. Besonders für traumatisierte und bindungsauffällige Kinder und Jugendliche ist die tiergestütze Pädagogik ein probates Mittel, um zielgerichtet die Entwicklung des jungen Menschen zu begleiten.

In der EJBL konzentriert sich die tiergestütze Pädagogik schwerpunktmäßig auf Hunde.
Sie werden vor allem als Alltagsbegleiter eingesetzt. In der Wohngruppe Halzenberg bringt Teamleiterin Teresa Peking, die auch ausgebildete Fachkraft für tiergestütze Pädagogik ist, ihre Hunde Prince und Gregor jeweils ein- bis zweimal pro Woche mit in die Gruppe. Sport- und Erlebnispädagoge Kai Birwer führt die Kinder des Aufnahme- und Clearingzentrums einmal in der Woche mit seiner Hündin Chilli in den nahegelegenen Wald des Walter-Frey-Zentrums aus. Beide Fachkräfte setzen ihre Hunde als Medium ein, um die Gruppenatmosphäre positiv zu beeinflussen und den Kindern Wald und Natur nahezubringen.

Die zehnjährige Rebecca (Name geändert) bestätigt dies eindrucksvoll:
“Früher hatte ich nie Lust in den Wald zu gehen und vielleicht sogar ein bisschen Angst. Jetzt gehe ich mit Chilli gern in den Wald, es ist immer voll das Abenteuer.”

Hunde wirken sich positiv auf das Wohlbefinden und die Lebensfreude der jungen Menschen aus. Der Stresslevel reduziert sich, die Kinder und Jugendlichen sind entspannter und offen für neue Lernerfahrungen. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass sich durch die bloße Anwesenheit von Hunden nachweislich Herzfrequenz und Blutdruck senken. Allein durch einen vertrauten Blick oder Körperkontakt werden Glückshormone freigesetzt, welche gleichzeitig die Ausschüttung der Stresshormone hemmen.

 

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