Reporter: Das klingt nach einem wichtigen Schritt für dich. Kommen wir zu den allgemeinen Eindrücken. Wie habt ihr den Tag auf der Niers erlebt?
Natalie: Der Tag war anstrengend, aber auch richtig lustig! Man musste schon ordentlich paddeln, und das hat ganz schön in den Armen gezogen. Aber wir haben so viel gelacht unterwegs, dass es sich total gelohnt hat.
Lea: Für mich war der Tag auch sehr anstrengend. Die Anfangsphase war super lustig, aber es war auch schwierig, das Paddeln zu koordinieren. Es war schön und lustig, weil man mit den anderen Teams konkurriert hat – nicht aus Ehrgeiz, sondern einfach nur zum Spaß.
Reporter: Natalie, du warst letztes Jahr auch schon dabei. War es für dich etwas Besonderes, wieder mitzumachen? Und Lea, war es dein erstes Mal im Kanu?
Natalie: Ja, ich war letztes Jahr auch schon bei der Tour dabei. Es war schön, diesmal wieder mitzumachen und zu sehen, wie anders die Gruppe diesmal war.
Lea: Das war das erste Mal für mich.
Reporter: Erzählt uns von euren schönsten Momenten. Was war euer Highlight während der Kanutour?
Natalie: Es gab viele schöne Momente, aber am meisten Spaß gemacht hat die Wasserschlacht auf dem letzten Abschnitt der Tour. Wir waren am Ende so nass, als wären wir selbst im Fluss geschwommen. Und das ständige Necken im Boot – einige haben sogar versucht, sich gegenseitig vom Boot zu schubsen. Das war zwar wild, aber alle haben gelacht und es nicht zu ernst genommen. Genau das hat den Tag unvergesslich gemacht.
Lea: Für mich war der schönste Moment, als Nico ins Wasser gefallen ist und als wir während der Tour etwas herumgealbert haben.

Challenge: 10-Personen-Rafting-Floß
Reporter: Gab es etwas, das euch überrascht oder begeistert hat?
Lea: Ja, dass wir alle in einem Boot saßen. Ich dachte, da gibt es eher so Zweier- oder Dreiergruppen. Am Anfang hat mir das nicht so gut gefallen, da ich davon ausgegangen war, dass es Chaos gibt, wenn zu viele Leute in einem Boot sind. Aber dann hat es ja doch geklappt!
Natalie: Ja, auf jeden Fall die Idee, dass wir diesmal nicht wie im letzten Jahr in Dreier- oder Viererkanus gefahren sind, sondern vor die Herausforderung gestellt wurden, gemeinsam in einem großen 10-Personen-Raftingboot zu paddeln. Das war komplett anders – man musste sich viel besser absprechen und zusammenarbeiten, sonst ging gar nichts. Aber genau das hat’s auch spannend gemacht.
Reporter: Wie lief die Zusammenarbeit im Kanu? War es einfach, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden?
Lea: Am Anfang war es sehr schwierig, aber zum Ende war es wirklich gut. Wir hatten alle zusammen einen gemeinsamen Rhythmus. Man hat auf die anderen gehört, wenn jemand etwas gesagt hat.
Natalie: Anfangs echt chaotisch – jeder hat irgendwie drauflos gepaddelt, ohne Plan. Aber nachdem wir in der Pause die Sitzordnung geändert haben und uns besser abgestimmt haben, lief es richtig gut. Wir haben dann sogar einen gemeinsamen Takt gefunden und gemerkt, wie wichtig es ist, dass alle aufeinander hören. Es war schön zu sehen, wie aus einem Haufen Einzelner ein richtig gutes Team geworden ist.
Reporter: Was habt ihr über eure Gruppe gelernt? Hat sich das Gemeinschaftsgefühl verändert?
Lea: Ich habe gelernt, dass wir als Gruppe, wenn wir uns etwas vorgenommen haben, das auch zusammen schaffen. Das ist mir auch im Zusammenhang mit anderen Situationen danach aufgefallen. Das Gemeinschaftsgefühl bei der Kanutour selbst war anfangs nicht so ausgeprägt, aber hinterher besser.
Natalie: Ich habe gemerkt, dass wir alle ziemlich viel Humor haben und nicht alles zu ernst nehmen – das hilft total, wenn’s mal nicht so rund läuft. Im Gruppenalltag ist das Miteinander manchmal eher schwierig, aber in einem gemeinsamen Boot versteht man sich plötzlich viel besser. Man merkt, dass man zusammenhalten muss, sonst kommt man nicht weiter – und das funktioniert dann erstaunlich gut. Ja, das Gemeinschaftsgefühl hat sich ins Positive verändert. Man hat sich gegenseitig viel besser kennengelernt, und irgendwie hat das gemeinsame Paddeln dafür gesorgt, dass man sich nähergekommen ist. Es war weniger „jeder für sich“ und mehr „wir zusammen“.
Reporter: Wenn ihr zurückblickt, was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen? Und würdet ihr so eine Tour nochmal mitmachen?
Lea: Beim nächsten Mal würde ich lieber nicht mit allen in einem Boot sitzen, auch wenn es lustig war. Ich denke, dass bei Zweier- oder Dreierteams eine bessere Absprache stattfinden kann und man in kleineren Gruppen besser zusammenwachsen oder sich näherkommen kann. Aber ja, ich würde die Tour nochmal mitmachen, weil es richtig cool war und viel Spaß gemacht hat!
Natalie: Ja, ich würde es auf jeden Fall nochmal machen – aber wieder in einem 10er-Boot als Gruppe. Es war einfach cool, mit so vielen Leuten gemeinsam unterwegs zu sein.
Reporter: Zum Abschluss: Was würdet ihr jemandem sagen, der sich nicht sicher ist, ob er mitfahren soll?
Lea: Dass er ruhig mal mitmachen soll, weil es ein besonderes Erlebnis ist, was man nicht so oft geboten bekommt.
Natalie: Die Aktion muss man einfach mal ausprobiert haben! Es macht richtig Bock, vor allem mit einer großen Gruppe. Man lacht viel, hat Action und lernt dabei auch eine Menge – über sich selbst und über die anderen Teilnehmer. Es lohnt sich total.
Reporter: Vielen Dank, Lea und Natalie, für diese spannenden Einblicke in euer Kanu-Abenteuer!