„Einmal im Jahr muss Urlaub sein!“ – unter diesem Motto packten sechs Kinder und vier Fachkräfte der Heilpädagogischen Kinderwohngruppe der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) in der ersten Osterferienwoche ihre Koffer. Das Ziel: Buttforde an der Nordsee. Eine Woche lang hieß es: Raus aus dem Alltag, rein in die Gummistiefel!
Ein Haus im Feld und tierische Freundschaften
Schon die Ankunft war ein Highlight. Unser Ferienhaus lag traumhaft ruhig, mitten auf einem großen Feld, umgeben von weiten Wiesen und nur ein paar Nachbarhöfen. Hier gab es endlich den Platz, den man im Alltag oft vermisst.
Gleich am ersten Tag erkundeten wir bei einem gemeinsamen Spaziergang die Umgebung und machten eine ganz besondere Bekanntschaft: Eine alte Katzendame begrüßte uns schnurrend und ließ sich geduldig von allen Kindern streicheln. Das Eis war gebrochen! Von da an gehörte die tägliche „Visite“ bei unserer neuen vierbeinigen Freundin fest zum Tagesprogramm.
Von Seehunden und Souvenirs
Langeweile? Fehlanzeige! Auch wenn das Wetter uns typisch norddeutsch mit ein paar Regentagen begrüßte, hatten wir immer einen Plan im Gepäck:
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Action & Kino: An Regentagen verwandelten wir den Indoorspielplatz und das örtliche Kino in unser Revier.
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Tierische Begegnungen: Im Haustierpark Wittmund und in der Seehundstation Norddeich kamen wir den Bewohnern der Küste ganz nah.
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Strandgut & Shopping: Natürlich durfte der Blick aufs weite Meer nicht fehlen, gefolgt von einer kleinen Shoppingtour, um die perfekten Souvenirs für zu Hause zu finden.
Den krönenden Abschluss bildete unser gemeinsamer Restaurantbesuch am letzten Abend, bei dem wir die Erlebnisse der Woche noch einmal Revue passieren ließen.

Pädagogik mit Herz: Entschleunigung und Miteinander
Hinter dem Spaß steckte natürlich auch ein fachliches Konzept. Der pädagogische Fokus lag ganz bewusst auf der Entschleunigung. In einer Welt, die oft schnell und fordernd ist, gaben wir den Kindern Raum, einfach mal „zu sein“.
„Es war beeindruckend zu sehen, wie harmonisch die Stimmung war. Klein und Groß haben miteinander gespielt und die Welt entdeckt.“ – Team der Wohngruppe
Für die Fachkräfte waren die Momente am wertvollsten, in denen Zeit für echte Gespräche und intensiven Austausch da war. Durch das individuelle ‚Gesehenwerden‘ und die aktive Beziehungsgestaltung konnte die Gruppe noch enger zusammenwachsen.
„Wir kehren mit vielen glücklichen Erinnerungen im Gepäck zurück ins Bergische Land.“

